Menschen mit psychischer Behinderung

Mit eigenen Betriebsstätten bietet sich die Möglichkeit, die Anforderungen und das Milieu auf die besonderen Bedürfnisse, aber auch Fähigkeiten des Personenkreises auszurichten. Langwierige psychische Erkrankungen (Psychosen, Neurosen und Persönlichkeitsstörungen, teilweise auch Suchterkrankungen) führen viele Menschen mit regulärem Schulabschluss, Ausbildung, teilweise auch Hochschulabschluss in die Arbeitslosigkeit und ergänzend auch oft in eine persönliche Isolation. Dies steht in Verbindung mit verschiedenen Symptomen psychischer Erkrankungen: Ängste, Depressionen oder auch Wahnvorstellungen. Auswirkungen der Erkrankung sind Wahrnehmungsstörungen, Störungen der Gefühle und des Verhaltens. Das Selbstbewusstsein und der Lebensalltag kommen dabei extrem ins Wanken.

In dieser Situation ist es elementar, dass das Personal mit Auffälligkeiten und zeitweiligen Krisen umzugehen weiß. Wiedererkrankungen und Unterbrechungen fordern immer wieder kurzfristige Anpassungen der Arbeitstätigkeit und -zeit, aber auch viele Gespräche, um die persönliche Situation zu reflektieren. Für viele psychisch Kranke ist die Möglichkeit, stundenreduziert zu arbeiten, die einzige Möglichkeit, überhaupt Teilhabe am Arbeitsleben zu realisieren. Wir stehen auch diesem Personenkreis mit unseren speziell ausgebildeten Kräften unterstützend zur Seite.

Die im Regelfall nicht eingeschränkten intellektuellen Fähigkeiten haben zur Konsequenz, dass Arbeitsfelder angeboten werden können, die deutlich komplexer sind als in den übrigen Werkstattbereichen. In zwei Betriebsstätten werden sowohl handwerkliche Tätigkeiten wie auch Dienstleistungen angeboten: Hand- und Industriebuchbinderei, Lettershop, digitale Datenverarbeitung, Schriftenversand, Konfektionierung, Lager, Elektromontage, Mechanische Fertigung und ergänzend wie in allen Betriebsstätten Küche und Hauswirtschaft.

Ansprechpartner

Cornelia Broch
Leitung Rehabilitation

An der Hammer Brücke 9
Tel. 02131 9234-102
@ c.broch(at)gwn-neuss.de