Menschen mit Autismus

Die Integration von Menschen mit Autismus-Spektrumsstörung in die GWN stellt eine besondere Herausforderung dar, weil ihr subjektives Empfinden die klassischen Werkstattangebote mit regelmäßigen Veränderungen oft als Überforderung erlebt. Ergänzend ist ihr Verhalten (u.a. kommunikative Defizite, häufige Unruhezustände, Selbst- und Fremdaggression) für Personal und Mitarbeiter oft nicht verstehbar und stellt hohe Anforderungen im Umgang miteinander.

Dementsprechend ist eine wesentliche Bedingung für eine erfolgreiche Integration Personal mit gezieltem Wissen und Verständnis für die besondere Wahrnehmung von Autisten. Toleranz, Empathie und Kenntnisse in TEACCH, gestützter Kommunikation, Deeskalationstraining und Techniken der Krisenintervention sind wichtige Voraussetzungen für erfolgreiche Arbeit.

Die Ausprägungen von Autismus-Spektrumsstörungen sind in hohem Maß individuell. Daher gibt es nur wenige Rahmenbedingungen, die allen Personen mit entsprechenden Einschränkungen gerecht werden. Die Räumlichkeiten sollten überschaubar und vor allem gegenüber Außenreizen abgeschirmt sein. Rückzugsmöglichkeiten, separate Ruheräume oder optische Abtrennungen sind wichtige Elemente. Fest gegliederte Arbeitsangebote, angepasstes Arbeitstempo ohne Zeitdruck und vor allem auch die Möglichkeit von Einzelarbeit sind weitere wichtige Aspekte, die zur Stabilität beitragen.

Neben der internen Herangehensweise ist ein regelmäßiger Austausch und Abstimmungsprozess mit den Beteiligten der anderen „Lebenswelten“ der Mitarbeiter (Förderschule, Eltern, Wohnheim, Konsulententeam , Autismus-Ambulanz) wichtige Bedingungen für erfolgreiche Arbeit.

Da dieser Personenkreis oft spezielle Begabungen hat, sind die Arbeitsplätze sehr individuell an unterschiedlichen Orten eingerichtet und gestaltet.

Ansprechpartner

Cornelia Broch
Leitung Rehabilitation

An der Hammer Brücke 9
Tel. 02131 9234-102
@ c.broch(at)gwn-neuss.de